... Weinanbaugebiet
Weinorte

Lage Weinanbaugebiet AhrDas Weinanbaugebiet Ahr ist eines der nördlichsten Anbaugebiete Deutschlands. Es erstreckt sich über ca. 20 km von Altenahr bis nach Heimersheim. Die Bedeutung des Anbaugebietes beruht auf der Erzeugung von hervorragenden Rotweinen.

Das Anbaugebiet mit 564 ha ist zu 84% mit roten Rebsorten (475 ha) bestockt. Mit 356 ha dominiert der Spätburgunder, eine der edelsten Rebsorte, die an der Ahr hervorragende geologische und klimatische Bedingungen vorfindet. Der Frühburgunder, eine frühreifende Mutation des Spätburgunders, hat mit 37 ha in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Bei den weißen Rebsorten (89 ha / 16%) dominiert mit 46 ha der Riesling.

Die strategisch günstige Lage der Ahr mit der Nähe zum Köln-/Bonner-Raum hat sicherlich zum Vermarktungserfolg des Ahrweins beigetragen. Dieser begründet sich aber vor allem auf dem Bestreben führender Winzergenossenschaften und Weingüter, hervorragende Rotweine zu erzeugen, die im nationalen wie im internationalen Vergleich inzwischen zu den bedeutenden Weinen zählen.

WEB-Galerie: Weinlandschaft Ahr Impressionen der Weinlandschaft des Ahrtals von Heimersheim bis Altenahr (HTML-Galerie mit erklärenden Texten)


Der Weinanbau in dieser nördlichen Lage ist mehreren Faktoren zu verdanken,

Historisch gesichert ist der Weinanbau an der Ahr auf die Franken ab dem 8. Jahrhundert zurückzuführen.


Übersicht Weinanbaugebiet Ahr

Geologisch und topografisch können eine Obere Anbauregion im engen Tal von Altenahr bis zur "Bunten Kuh" mit überwiegend Grauwacke- und Schiefer-verwitterungsböden

und

eine Untere Anbauregion im sich weitenden Tal von Walporzheim bis Heimersheim mit überwiegend Gehänge- und Lößlehmböden unterschieden werden (Mouse-Over).


Eine informative und detaillierte Beschreibung der Steine - Böden - Terroir der Wein-Ahr finden Sie in der Broschüre "Stein & Wein" auf der WEB-Site AHRWEIN unter folgendem Link: http://www.ahrwein.de/de/hilfsseiten/broschueren/


Obere Region bei ReimerzhovenObere Anbauregion bei Reimerzhoven

Filigrane, mineralische, feinfruchtige Weine

Dieses Terroir mit kargen Grauwacke- und Schieferverwitterungsböden, steilen Terrassenlagen, günstiger Hangneigung, überdurchschnittlich hoher Sonnen-einstrahlung und Wärmespeicherung, gepaart mit der oftmals günstigen Verteilung der Niederschhläge sorgt für filigrane, mineralische und feinfruchtige Weine, die in den besten Lagen der Oberen Region zu den Top-Weinen des Ahrtals zählen.

Obere Anbauregion

In der Oberen Anbauregion zwischen Altenahr und Marienthal herrschen in den engen Talbereichen Schieferverwitterungsböden vor.

Der windungsreiche und tief in die Gesteinsschichten eingegrabene Verlauf der Ahr hat Umlaufberge und bizarre Felsformationen geschaffen, um letztlich durch das Tor zur Mittelahr, der "Bunten Kuh" kurz vor Walporzheim, ins Freie zu treten.

In diesem engen Talabschnitt reichen die Weinberge bis fast an den Fluss und lassen an manchen Stellen kaum Platz für den Straßenverkehr, mit Ausnahme zwischen Rech und Dernau im sogenannten Recher-, bzw. Dernauer Auel.

In den steilen Terrassenlagen speichern Böden, Felsen und Weinbergsmauern aus Schiefer und Grauwacke die Sonnenwärme, geben sie in der Nacht an die Reben wieder ab und schaffen so ein mediterranes Mikroklima mit erstaunlich hohen Temperaturen.


Ahrweiler Untere Anbauregion mit Ahrweiler im Vordergrund

Vollmundige, körperreiche Weine

Die Gehänge- und Lößlehmböden in den besten Hanglagen der Unteren Region ergeben vollmundige und körperreiche Weine, die in der Barrique oder traditionell ausgebaut, zu den Besten des Ahrtals gehören. Die Weine aus den Steillagen, vor allem im Bereich Walporzheim, sind im Charakter ähnlich der Weine aus den Top-Lagen der Oberen Region.

Untere Anbauregion

In der Unteren Anbauregion zwischen Walporzheim und Heimersheim weitet sich das Tal, und Lößlehmböden versetzt mit Steinverwitterung herrschen vor.

Die Hänge werden mit wenigen Ausnahmen flacher und machen der mittelalterlichen Stadt Ahrweiler und der Geschäfts- und Kurstadt Bad Neuenahr Platz.

Überragt wird die Unterahr durch die Vulkankegel Neuenahrer Berg und Landskrone.

Geologisch ist der Übergang fließender. Die steilen Terrassenlagen bei Walporzheim zählen schon seit Jahrhunderten zu den besten Lagen des Ahrtals.

In Richtung Ahrweiler / Bad Neuenahr gehen die Steillagen mehr und mehr in Hanglagen mit einem höheren Anteil an Gehänge- und Lößlehmböden über, wie an Abbruchkanten in den Lagen Ahrweiler Rosenthal und Neuenahrer Sonnenberg deutlich zu sehen ist.

Steillagen treten nochmals an der Landskrone mit einem höheren Anteil von Grauwacke- und Schieferverwitterungsböden auf, bis sich die Weinbergslagen mit dem Heimersheimer Kapellenberg bei Ehlingen von der Ahr verabschieden, und Streuobstwiesen die Ahr auf ihren letzten Metern bis zur Mündung in den Rhein begleiten.